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Sternschenker

Glossar

Glossar

Von Magnitude bis Zirkumpolarstern: die wichtigsten Begriffe rund um Sterne, Sternbilder und Sternkataloge – kurz und verständlich erklärt.

Absolute Helligkeit
Die absolute Helligkeit ist die Helligkeit, die ein Stern hätte, wenn er genau 10 Parsec (rund 32,6 Lichtjahre) von uns entfernt wäre. So lassen sich Sterne fair vergleichen, unabhängig von ihrer Entfernung. Unsere Sonne wirkt am Taghimmel überwältigend hell, hätte aus dieser Entfernung aber nur etwa 4,8 mag – ein eher unauffälliges Sternchen. Mancher schwach wirkende Stern, den du taufst, ist in Wahrheit viel leuchtkräftiger als die Sonne.
Siehe auch: Scheinbare Helligkeit (Magnitude), Parsec (pc), Lichtjahr
Asterismus
Ein Asterismus ist eine auffällige Sterngruppe, die kein offizielles Sternbild ist. Oft ist sie Teil eines Sternbilds oder verbindet Sterne aus mehreren. Das bekannteste Beispiel ist der Große Wagen: Er gehört zum Sternbild Großer Bär. Das Sommerdreieck aus Wega, Deneb und Atair verbindet sogar drei Sternbilder. Asterismen sind ideale Wegweiser, um am Himmel einen bestimmten Stern zu finden.
Siehe auch: Sternbild, Polarstern, Planetariums-App
Bayer-Bezeichnung
Die Bayer-Bezeichnung benennt einen Stern mit einem griechischen Buchstaben und dem lateinischen Genitiv seines Sternbilds, zum Beispiel Alpha Lyrae für Wega. Eingeführt hat sie Johann Bayer 1603 in seinem Himmelsatlas „Uranometria“. Meist erhielt der hellste Stern das Alpha, doch es gibt viele Ausnahmen. Die Bezeichnung verrät dir sofort, in welchem Sternbild dein Stern liegt.
Siehe auch: Flamsteed-Bezeichnung, Eigenname, Sternbild
Bortle-Skala
Die Bortle-Skala bewertet die Dunkelheit des Nachthimmels an einem Ort in neun Stufen, von 1 (hervorragender, völlig dunkler Himmel) bis 9 (Innenstadthimmel). Der Amateurastronom John Bortle veröffentlichte sie 2001. Je niedriger die Stufe, desto schwächere Sterne kannst du sehen. Ab etwa Stufe 4 oder darunter wird die Milchstraße deutlich sichtbar. Lichtverschmutzungskarten im Internet zeigen dir, wo du einen dunklen Himmel findest.
Siehe auch: Lichtverschmutzung, Freiäugiger Stern, Milchstraße
Deklination (Dec)
Die Deklination ist die „Himmelsbreite“ eines Sterns: sein Winkelabstand nördlich (+) oder südlich (−) des Himmelsäquators, von +90° am Himmelsnordpol bis −90° am Südpol. Sie entscheidet mit darüber, ob du einen Stern von deinem Wohnort aus sehen kannst. Bei 50° nördlicher Breite, also etwa in Mitteleuropa, geht ein Stern mit einer Deklination südlich von −40° nie über den Horizont.
Siehe auch: Rektaszension (RA), Zirkumpolarstern, Horizont und Sichtbarkeit
Doppelstern
Ein Doppelstern besteht aus zwei Sternen, die am Himmel sehr dicht beieinander erscheinen. Umkreisen sie sich tatsächlich gegenseitig, spricht man von einem physischen Doppelstern; stehen sie nur zufällig in derselben Blickrichtung, von einem optischen. Ein bekanntes Paar ist Mizar und Alkor im Großen Wagen, die ein gutes Auge schon ohne Fernglas trennt. Viele Sterne, die du taufen kannst, sind in Wahrheit Doppel- oder Mehrfachsysteme.
Siehe auch: Veränderlicher Stern, Asterismus, Sternhaufen
Eigenname
Ein Eigenname ist der offizielle Name eines Sterns, etwa Sirius, Wega oder Aldebaran, im Gegensatz zu einer Katalognummer. Viele Eigennamen stammen aus dem Arabischen, Griechischen oder Lateinischen; seit 2016 bestätigt die WGSN der IAU sie offiziell. Nur ein kleiner Teil der Sterne hat einen Eigennamen. Die allermeisten tragen nur Katalogbezeichnungen – der Name, den du auf sternschenker.de vergibst, ist ein persönlicher, symbolischer Name.
Siehe auch: WGSN (IAU-Arbeitsgruppe für Sternnamen), Bayer-Bezeichnung, Hipparcos-Katalog (HIP)
Ekliptik
Die Ekliptik ist die scheinbare Bahn, die die Sonne im Laufe eines Jahres vor dem Sternhintergrund zurücklegt. Sie ist um etwa 23,4° gegen den Himmelsäquator geneigt, weil die Erdachse schräg steht. Auch Mond und Planeten wandern immer in ihrer Nähe. Die Sternbilder, durch die die Ekliptik verläuft, bilden den Tierkreis – deshalb findest du Planeten fast immer in Tierkreissternbildern wie Löwe oder Jungfrau.
Siehe auch: Tierkreis, Himmelsäquator, Sternzeichen vs. Sternbild
Farbindex (B−V)
Der Farbindex B−V ist die Differenz der Helligkeit eines Sterns im blauen (B) und im gelb-grünen (V) Licht und damit ein Maß für seine Farbe. Kleine oder negative Werte bedeuten bläulich-weiße, heiße Sterne, große Werte orange-rote, kühlere Sterne. Wega liegt nahe 0, die Sonne bei etwa 0,65. Auf Sternkarten und in Apps wird dieser Wert oft genutzt, um Sterne in ihrer natürlichen Farbe darzustellen.
Siehe auch: Spektralklasse, Scheinbare Helligkeit (Magnitude), Roter Riese
Flamsteed-Bezeichnung
Die Flamsteed-Bezeichnung benennt einen Stern mit einer Zahl und dem Genitiv seines Sternbilds, zum Beispiel 61 Cygni. Die Nummern gehen auf den Sternkatalog des englischen Astronomen John Flamsteed zurück und steigen innerhalb eines Sternbilds von West nach Ost, also mit der Rektaszension. So erhielten auch viele Sterne ohne griechischen Buchstaben eine eindeutige Bezeichnung – darunter manche, die du auf sternschenker.de wählen kannst.
Siehe auch: Bayer-Bezeichnung, Rektaszension (RA), Hipparcos-Katalog (HIP)
Freiäugiger Stern
Ein freiäugiger Stern ist ein Stern, der ohne Fernglas oder Teleskop sichtbar ist. Unter sehr dunklem Himmel liegt die Grenze bei etwa 6 bis 6,5 mag; in der Stadt sind es oft nur 3 bis 4 mag. Sternschenker bietet deshalb ausschließlich Sterne bis 6,5 mag an. So kannst du deinen Stern grundsätzlich mit eigenen Augen suchen – am einfachsten, wenn du einen helleren wählst.
Siehe auch: Scheinbare Helligkeit (Magnitude), Lichtverschmutzung, Bortle-Skala
Gaia-Mission
Gaia ist ein 2013 gestartetes Weltraumteleskop der ESA, das die Positionen, Entfernungen und Bewegungen von über einer Milliarde Sternen der Milchstraße vermessen hat. Es ist der Nachfolger von Hipparcos und um ein Vielfaches genauer; die Beobachtungen endeten 2025. Gaia-Daten liefern die bislang präzisesten Entfernungen vieler Sterne – auch vieler, die du auf sternschenker.de auswählen kannst.
Siehe auch: Hipparcos-Katalog (HIP), Parsec (pc), Milchstraße
Galaxie
Eine Galaxie ist ein riesiges, durch Schwerkraft gebundenes System aus Sternen, Gas, Staub und Dunkler Materie. Unsere Heimatgalaxie ist die Milchstraße. Die Andromedagalaxie ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und unter dunklem Himmel mit bloßem Auge als schwacher Nebelfleck erkennbar. Alle einzelnen Sterne, die du am Himmel siehst und auf sternschenker.de wählen kannst, gehören dagegen zur Milchstraße.
Siehe auch: Milchstraße, Nebel, Lichtjahr
Hauptreihe
Die Hauptreihe ist die Lebensphase, in der ein Stern in seinem Kern Wasserstoff zu Helium verschmilzt – die längste und ruhigste Phase seines Lebens. Im Diagramm aus Temperatur und Leuchtkraft bilden diese Sterne ein deutliches Band. Die meisten Sterne, auch unsere Sonne, befinden sich auf der Hauptreihe. Wega und Sirius sind ebenfalls Hauptreihensterne, allerdings heißer und leuchtkräftiger als die Sonne.
Siehe auch: Spektralklasse, Roter Riese, Weißer Zwerg
Henry-Draper-Katalog (HD)
Der Henry-Draper-Katalog ist ein am Harvard College Observatory erstellter Sternkatalog, der für rund 225.000 Sterne die Spektralklasse angibt; er erschien zwischen 1918 und 1924. Benannt ist er nach dem Astronomen Henry Draper, dessen Witwe die Arbeit finanzierte. Die Klassifizierung leisteten vor allem Annie Jump Cannon und ihre Kolleginnen. HD-Nummern werden bis heute genutzt – dein Stern hat oft auch eine.
Siehe auch: Spektralklasse, Hipparcos-Katalog (HIP), Gaia-Mission
Himmelsäquator
Der Himmelsäquator ist die Projektion des Erdäquators an den Himmel – ein gedachter Großkreis, der den Himmel in eine Nord- und eine Südhälfte teilt. Er ist die Nulllinie der Deklination. Sterne direkt auf dem Himmelsäquator gehen überall auf der Erde genau im Osten auf und im Westen unter. Die drei Gürtelsterne des Orion liegen ganz in seiner Nähe.
Siehe auch: Deklination (Dec), Ekliptik, Rektaszension (RA)
Hipparcos-Katalog (HIP)
Der Hipparcos-Katalog ist ein Sternkatalog mit rund 118.000 Sternen, erstellt aus Messungen des ESA-Satelliten Hipparcos (1989–1993) und 1997 veröffentlicht. Er enthält präzise Positionen, Helligkeiten und Entfernungen. Jeder Stern hat eine eindeutige HIP-Nummer, Wega etwa HIP 91262. Sternschenker nutzt genau diesen Katalog: Dein Stern ist über seine HIP-Nummer eindeutig identifiziert und in jeder Fachsoftware auffindbar.
Siehe auch: Gaia-Mission, Henry-Draper-Katalog (HD), Parsec (pc)
Horizont und Sichtbarkeit
Ob ein Stern sichtbar ist, hängt davon ab, ob er gerade über dem Horizont steht – und das bestimmen dein Breitengrad, die Jahreszeit und die Uhrzeit. Sterne tief am Horizont wirken durch Dunst und Luftunruhe schwächer. In Mitteleuropa gehen Sterne weit südlich des Himmelsäquators nie auf. Prüf daher vor dem Verschenken, ob der Stern vom Wohnort der beschenkten Person aus zu sehen ist.
Siehe auch: Deklination (Dec), Kulmination, Zirkumpolarstern
Internationale Astronomische Union (IAU)
Die IAU ist der 1919 gegründete weltweite Zusammenschluss professioneller Astronominnen und Astronomen und die einzige anerkannte Stelle für offizielle Namen von Himmelskörpern. Sie legte die 88 Sternbilder fest und bestätigt Eigennamen von Sternen. Die IAU vergibt keine Sternnamen gegen Geld oder an Privatpersonen. Deshalb ist jede private Sterntaufe symbolisch – auch die auf sternschenker.de, was wir offen sagen.
Siehe auch: WGSN (IAU-Arbeitsgruppe für Sternnamen), Sternregister, Sternbild
Kulmination
Die Kulmination ist der Moment, in dem ein Stern seinen höchsten Punkt am Himmel erreicht, weil er den Meridian – die Nord-Süd-Linie durch den Zenit – überquert. Dann steht er am höchsten über dem Horizont, und sein Licht muss am wenigsten Luft durchqueren. Wenn du deinen Stern beobachten willst, ist die Zeit um seine Kulmination daher meist die beste. Planetariums-Apps zeigen dir, wann das ist.
Siehe auch: Horizont und Sichtbarkeit, Planetariums-App, Zirkumpolarstern
Lichtjahr
Ein Lichtjahr ist die Strecke, die Licht in einem Jahr zurücklegt – rund 9,46 Billionen Kilometer. Es ist also ein Entfernungsmaß, kein Zeitmaß. Der nächste Stern nach der Sonne, Proxima Centauri, ist etwa 4,2 Lichtjahre entfernt. Das Schöne daran: Wenn du auf deinen Stern schaust, siehst du Licht, das vor vielen Jahren losgeschickt wurde – bei einem Stern in 30 Lichtjahren Entfernung ist es etwa so alt wie ein 30. Geburtstag.
Siehe auch: Parsec (pc), Absolute Helligkeit, Gaia-Mission
Lichtverschmutzung
Lichtverschmutzung ist die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliches Licht von Straßenlaternen, Gebäuden und Werbung. Sie überstrahlt schwache Sterne: In einer Großstadt siehst du oft nur die hellsten Sterne, auf dem Land dagegen tausende und die Milchstraße. Wenn du einen lichtschwachen Stern verschenkst, lohnt sich ein Ausflug an einen dunklen Ort – oder die Wahl eines helleren Sterns, der auch in der Stadt sichtbar ist.
Siehe auch: Bortle-Skala, Scheinbare Helligkeit (Magnitude), Freiäugiger Stern
Milchstraße
Die Milchstraße ist die Balkenspiralgalaxie, zu der unsere Sonne gehört; sie umfasst nach Schätzungen einige hundert Milliarden Sterne. Von innen sehen wir ihre Scheibe als schimmerndes Lichtband quer über den Himmel, besonders eindrucksvoll in Sommernächten. Um sie zu sehen, brauchst du einen wirklich dunklen Ort ohne Lichtverschmutzung. Jeder Stern, den du taufen kannst, ist ein Teil von ihr.
Siehe auch: Galaxie, Lichtverschmutzung, Gaia-Mission
Nebel
Ein Nebel ist eine Wolke aus interstellarem Gas und Staub. Manche leuchten, weil junge heiße Sterne sie anregen, andere reflektieren Sternlicht oder verdecken als Dunkelwolken, was hinter ihnen liegt. In vielen Nebeln entstehen neue Sterne. Der Orionnebel im „Schwert“ des Orion ist unter dunklem Himmel schon mit bloßem Auge als verwaschener Fleck zu erkennen. Nebel selbst kannst du auf sternschenker.de nicht taufen – nur Sterne.
Siehe auch: Sternhaufen, Galaxie, Milchstraße
Parsec (pc)
Ein Parsec ist die Entfernung, aus der der Erdbahnradius unter einem Winkel von einer Bogensekunde erscheint; das sind etwa 3,26 Lichtjahre. Der Name kommt von „Parallaxensekunde“: Astronomen messen die winzige scheinbare Verschiebung eines Sterns, während die Erde die Sonne umkreist, und berechnen daraus seine Entfernung. Satelliten wie Hipparcos und Gaia haben so die Distanzen vieler Sterne bestimmt, die du auf sternschenker.de findest.
Siehe auch: Lichtjahr, Hipparcos-Katalog (HIP), Gaia-Mission
Planetariums-App
Eine Planetariums-App ist ein Programm, das den Sternhimmel für einen beliebigen Ort und Zeitpunkt berechnet und darstellt. Viele Apps zeigen den Himmel in der Richtung an, in die du dein Smartphone hältst; die freie Software Stellarium gibt es auch für den Computer. Mit der HIP-Nummer oder den Koordinaten aus deiner Urkunde findest du deinen Stern darin schnell und siehst, wann er am besten zu beobachten ist.
Siehe auch: Hipparcos-Katalog (HIP), Rektaszension (RA), Kulmination
Polarstern
Der Polarstern (Polaris, Alpha Ursae Minoris) ist der hellste Stern im Kleinen Bären und steht weniger als ein Grad vom Himmelsnordpol entfernt. Deshalb scheint er fast still zu stehen, während sich der übrige Himmel um ihn dreht, und zeigt zuverlässig nach Norden. Er ist nicht der hellste Stern am Himmel, aber leicht zu finden: Verlängere die hinteren Kastensterne des Großen Wagens etwa um das Fünffache.
Siehe auch: Zirkumpolarstern, Asterismus, Bayer-Bezeichnung
Rektaszension (RA)
Die Rektaszension ist die „Himmelslänge“ eines Sterns: sein Winkelabstand vom Frühlingspunkt entlang des Himmelsäquators, angegeben in Stunden, Minuten und Sekunden von 0 h bis 24 h. Zusammen mit der Deklination bildet sie die Himmelskoordinaten eines Sterns, ähnlich wie Längen- und Breitengrad auf der Erde. Mit diesen beiden Werten kannst du deinen Stern in jeder Planetariums-App oder Sternkarte exakt wiederfinden.
Siehe auch: Deklination (Dec), Himmelsäquator, Planetariums-App
Roter Riese
Ein Roter Riese ist ein alternder Stern, der den Wasserstoff in seinem Kern verbraucht hat und sich dadurch stark aufgebläht und an der Oberfläche abgekühlt hat. Er leuchtet orange bis rötlich und ist oft sehr hell. Bekannte Beispiele sind Arktur im Bärenhüter und Aldebaran im Stier. Auch unsere Sonne wird in ferner Zukunft zu einem Roten Riesen. Rötliche, helle Sterne sind am Himmel leicht zu erkennen – ein Vorteil beim Wiederfinden.
Siehe auch: Hauptreihe, Weißer Zwerg, Spektralklasse
Scheinbare Helligkeit (Magnitude)
Die scheinbare Helligkeit gibt an, wie hell ein Stern von der Erde aus wirkt, gemessen in Größenklassen (mag). Die Skala läuft rückwärts: Je kleiner die Zahl, desto heller der Stern, und fünf Größenklassen entsprechen einem Helligkeitsfaktor von 100. Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel, hat etwa −1,4 mag. Auf sternschenker.de kannst du Sterne bis 6,5 mag wählen – so hell, dass sie unter dunklem Himmel mit bloßem Auge sichtbar sein können.
Siehe auch: Absolute Helligkeit, Freiäugiger Stern, Lichtverschmutzung
Spektralklasse
Die Spektralklasse ordnet Sterne nach ihrer Oberflächentemperatur, die sich im Lichtspektrum zeigt. Die Hauptklassen lauten O, B, A, F, G, K und M – von sehr heißen, bläulichen zu kühleren, rötlichen Sternen. Unsere Sonne ist ein gelblicher G-Stern, Rigel im Orion ein bläulicher B-Stern, Beteigeuze ein rötlicher M-Stern. Die Spektralklasse verrät dir also, welche Farbe dein Stern ungefähr hat.
Siehe auch: Farbindex (B−V), Henry-Draper-Katalog (HD), Hauptreihe
Sternbild
Ein Sternbild ist eine von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) festgelegte Himmelsregion mit genauen Grenzen; insgesamt gibt es 88 davon, die den ganzen Himmel lückenlos aufteilen. Jeder Stern gehört damit zu genau einem Sternbild. Viele gehen auf antike Figuren zurück, etwa Orion oder der Große Bär. Auf sternschenker.de kannst du ein Sternbild vorauswählen, zum Beispiel das deines Sternzeichens, und darin deinen Stern aussuchen.
Siehe auch: Asterismus, Internationale Astronomische Union (IAU), Tierkreis
Sternhaufen
Ein Sternhaufen ist eine Gruppe von Sternen, die gemeinsam aus derselben Gaswolke entstanden sind und durch ihre Schwerkraft zusammengehalten werden. Offene Sternhaufen sind jung und locker, wie die Plejaden im Stier; Kugelsternhaufen sind uralt und dicht gepackt, wie M13 im Herkules. Die Plejaden sind mit bloßem Auge gut sichtbar – einzelne ihrer Sterne sind ein besonders stimmungsvolles Ziel für eine Sterntaufe.
Siehe auch: Nebel, Doppelstern, Milchstraße
Sternregister
Ein Sternregister ist eine private Liste, in der ein Anbieter die von Kundinnen und Kunden vergebenen Sternnamen speichert. Solche Register werden von der IAU nicht anerkannt und haben keine astronomische Bedeutung: Kein Observatorium und kein Sternkatalog übernimmt diese Namen. Deshalb verzichtet sternschenker.de bewusst auf eine Datenbank – dein Name steckt allein in deinem Link und deiner Urkunde. Das ist ehrlich, schützt deine Daten und macht die Sterntaufe kostenlos möglich.
Siehe auch: Internationale Astronomische Union (IAU), WGSN (IAU-Arbeitsgruppe für Sternnamen), Eigenname
Sternzeichen vs. Sternbild
Ein Sternzeichen ist ein astrologischer 30°-Abschnitt der Ekliptik, ein Sternbild dagegen eine astronomisch festgelegte Himmelsregion mit ungleich großen Grenzen. Beide tragen oft denselben Namen, decken sich aber nicht: Durch die Präzession der Erdachse hat sich der Himmel seit der Antike um fast ein ganzes Zeichen verschoben. Wer „Löwe“ ist, dem steht die Sonne am Geburtstag heute meist im Sternbild Krebs. Für deine Sterntaufe kannst du trotzdem einfach das gleichnamige Sternbild wählen.
Siehe auch: Tierkreis, Sternbild, Ekliptik
Tierkreis
Der Tierkreis ist der Himmelsstreifen entlang der Ekliptik, in dem Sonne, Mond und Planeten wandern. Traditionell wird er in zwölf Abschnitte zu je 30° geteilt, die Tierkreiszeichen von Widder bis Fische. Die Ekliptik durchquert aber tatsächlich 13 Sternbilder – auch den Schlangenträger. Wenn du einen Stern zum Geburtstag verschenkst, ist ein Stern im passenden Tierkreissternbild eine beliebte, persönliche Wahl.
Siehe auch: Ekliptik, Sternzeichen vs. Sternbild, Sternbild
Veränderlicher Stern
Ein veränderlicher Stern ist ein Stern, dessen Helligkeit sich im Lauf der Zeit messbar ändert. Das kann an Pulsationen liegen, an Ausbrüchen oder daran, dass sich zwei Sterne gegenseitig bedecken. Algol im Perseus wird zum Beispiel alle knapp drei Tage deutlich schwächer, weil ein Begleiter ihn teilweise verdeckt. Hat dein Stern eine Helligkeitsangabe, ist das bei Veränderlichen daher nur ein typischer Wert.
Siehe auch: Doppelstern, Scheinbare Helligkeit (Magnitude), Roter Riese
Weißer Zwerg
Ein Weißer Zwerg ist der ausgebrannte, extrem dichte Kern eines Sterns wie der Sonne – etwa so groß wie die Erde, aber mit ungefähr der Masse eines Sterns. Er erzeugt keine Energie mehr durch Kernfusion und kühlt langsam aus. Weiße Zwerge sind lichtschwach und mit bloßem Auge nicht sichtbar; der bekannteste ist Sirius B, der unscheinbare Begleiter des hellen Sirius.
Siehe auch: Roter Riese, Hauptreihe, Doppelstern
WGSN (IAU-Arbeitsgruppe für Sternnamen)
Die WGSN (Working Group on Star Names) ist eine 2016 gegründete Arbeitsgruppe der IAU, die Eigennamen von Sternen katalogisiert und offiziell festlegt. Sie hat traditionelle Namen wie Beteigeuze oder Wega vereinheitlicht und auch Namen aus vielen Himmelskulturen der Welt aufgenommen. Die Namen der Sterne, die du auf sternschenker.de mit Eigennamen siehst, stammen aus dieser offiziellen Liste – dein persönlicher Name ist davon unabhängig und symbolisch.
Siehe auch: Internationale Astronomische Union (IAU), Eigenname, Sternregister
Zirkumpolarstern
Ein Zirkumpolarstern ist ein Stern, der von deinem Standort aus nie untergeht, sondern den Himmelspol das ganze Jahr über umkreist. Bei 50° nördlicher Breite gilt das für alle Sterne mit einer Deklination nördlich von +40°, etwa die Sterne des Großen Wagens oder der Kassiopeia. Ein zirkumpolarer Stern ist ein schönes Geschenk, weil du ihn in jeder klaren Nacht am Himmel finden kannst.
Siehe auch: Polarstern, Deklination (Dec), Horizont und Sichtbarkeit

Welcher Stern soll es sein?

Der Himmel wartet. In zwei Minuten hast du deinen Stern getauft.

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