Ein paar Grundlagen, damit du deinen Stern besser verstehst – und am Himmel wiederfindest.
Was ist ein Stern?
Ein Stern ist eine riesige, selbst leuchtende Gaskugel, in deren Innerem Wasserstoff zu Helium verschmilzt. Auch unsere Sonne ist ein Stern. Die Farbe verrät die Temperatur: Bläuliche Sterne sind über 10.000 °C heiß, rötliche „nur“ rund 3.000 °C.
Scheinbare Helligkeit (Magnitude)
Astronomen messen Helligkeit in Größenklassen (mag). Je kleiner die Zahl, desto heller der Stern: Sirius hat −1,4 mag, die schwächsten Sterne, die man unter dunklem Himmel noch mit bloßem Auge sieht, etwa 6,5 mag. Alle Sterne bei Sternschenker liegen in diesem sichtbaren Bereich.
Sternbilder
Die IAU teilt den Himmel in 88 Sternbilder mit festen Grenzen. Jeder Stern gehört zu genau einem davon. Die zwölf klassischen Sternbilder entlang der Sonnenbahn bilden den Tierkreis – daher kommen die Sternzeichen. Tatsächlich durchquert die Sonne auch noch ein dreizehntes, den Schlangenträger.
Koordinaten am Himmel
Ähnlich wie Längen- und Breitengrade auf der Erde gibt es am Himmel Rektaszension (RA) und Deklination (Dec). Mit diesen beiden Werten lässt sich jeder Stern eindeutig finden.
Katalognummern
Der Hipparcos-Satellit der ESA hat von 1989 bis 1993 über 118.000 Sterne vermessen. Die Hipparcos-Nummer (HIP) auf deinem Zertifikat identifiziert deinen Stern eindeutig.
Lichtjahre
Ein Lichtjahr ist die Strecke, die Licht in einem Jahr zurücklegt – rund 9,46 Billionen Kilometer. Das Licht deines Sterns ist womöglich schon vor Hunderten Jahren losgereist.